
Projektbeschreibung
Ersatzneubau der Margaretenseebrücke als leistungsfähige Straßenbrücke im Zuge der Bundesstraße B55 mit Verknüpfung zur A2 (Dortmund–Hannover) und A44 (Dortmund–Kassel). Das Bauwerk stellt eine zentrale Verkehrsinfrastruktur dar und wurde als mehrfeldrige Spannbeton-Balkenbrücke mit getrennten Überbauten für beide Richtungsfahrbahnen konzipiert. Die Brücke besteht aus zwei parallel geführten Teilbauwerken mit jeweils zwei Fahrstreifen und wurde als dreifeldrige Durchlaufträgerkonstruktion mit Stützweiten von ca. 32,5 m / 38,5 m / 32,5 m realisiert. Der Überbau wurde als vorgespannter Balkenträger mit Ortbetonfahrbahn ausgebildet. Die Spannbetonbauweise ermöglicht aufgrund der gezielten Vorspannung eine hohe Tragfähigkeit bei gleichzeitig schlanken Querschnitten sowie eine reduzierte Rissbildung und Verformung. Dadurch eignet sie sich besonders für Brücken mittlerer Spannweiten und hohe Verkehrsbelastungen. Die Gründung der Unterbauten erfolgt über Bohrpfähle in Setzkästen und gewährleistet eine sichere Lastabtragung in tragfähige Bodenschichten unter Berücksichtigung der örtlichen Baugrundverhältnisse.
Herausforderung
Die Umsetzung des Ersatzneubaus erfolgte unter Aufrechterhaltung des Verkehrs auf einer der wichtigsten regionalen Verkehrsachsen. Daraus ergaben sich hohe Anforderungen an Bauphasenplanung, Verkehrsführung und Bauablauf. Zusätzlich stellten die beengten Platzverhältnisse im Bestand sowie die Nähe zu bestehenden Verkehrswegen besondere Anforderungen an die Bauausführung und Logistik. Die Wahl einer mehrfeldrigen Spannbeton-Balkenbrücke erforderte eine präzise Abstimmung zwischen Tragwerkskonzept, Bauverfahren und Bauzuständen, um eine wirtschaftliche und sichere Realisierung zu gewährleisten. Besonderes Augenmerk lag auf der Dauerhaftigkeit des Bauwerks, da Spannbetonbrücken aufgrund ihrer konstruktiven Eigenschaften langfristig hohe Leistungsfähigkeit auch unter intensiver Verkehrsbeanspruchung bieten.
Unser Beitrag
Erbringung der Tragwerksplanung in den Leistungsphasen 4–6 gemäß HOAI für beide Teilbauwerke. Leistungsumfang: Entwurfs- und Ausführungsplanung der Spannbetonüberbauten Entwicklung und Optimierung des Vorspannkonzepts Dimensionierung der Pfeiler, Widerlager und Bohrpfahlgründung Nachweise der Tragfähigkeit, Gebrauchstauglichkeit und Dauerhaftigkeit Bauzustands- und Bauphasenberechnungen unter Berücksichtigung der Verkehrsführung Abstimmung mit Objektplanung, Baugrundgutachtern und ausführenden Unternehmen Die Planung erfolgte unter Berücksichtigung aktueller Normen und Richtlinien sowie mit dem Ziel einer wirtschaftlichen, robusten und langlebigen Konstruktion.
Ergebnis
Mit dem Ersatzneubau der Margaretenseebrücke wurde ein modernes, leistungsfähiges Brückenbauwerk geschaffen, das den heutigen Anforderungen an Verkehr, Sicherheit und Dauerhaftigkeit gerecht wird. Die getrennten Überbauten gewährleisten eine klare Verkehrsführung und hohe Leistungsfähigkeit der Verkehrsströme. Die gewählte Spannbetonbauweise ermöglicht eine wartungsarme Konstruktion mit hoher Tragfähigkeit und langfristiger Nutzungssicherheit. Durch die klare konstruktive Ausbildung und die schlanke Geometrie fügt sich das Bauwerk zudem harmonisch in die Umgebung ein und stellt eine nachhaltige Lösung im modernen Ingenieurbau dar.
Projektkennzahlen
Projektdaten
Beteiligte Fachbereiche
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